Experimental rover Friedrich - open-source robotics

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Den Nanofriedrich aus 3D-gedruckten Teilen montieren

Friedrich ist ein Open-Source-System für kleine Roboterfahrzeuge. Die Bauteile kommen aus dem 3D-Drucker, gesteuert wird Friedrich mit einem Arduino.

In dieser Anleitung montierst du den Nanofriedrich, die kleinste Version: vom Arduino auf dem Chassis über Motoren, Motorshield und Sensoren bis zu den Rädern.

Der Inhalt wurde von Experimentalrover.de zur Verfügung gestellt.

Der fertig montierte Nanofriedrich

Das System Friedrich

Friedrich ist eine Open-Source-Bibliothek für experimentelle Roboterfahrzeuge, sogenannte UGVs (Unmanned Ground Vehicles). Die Bauteile kommen aus dem 3D-Drucker, und mit den digitalen Konstruktionsdateien kannst du jede Version von Friedrich nachbauen.

Einen 3D-Drucker kannst du auf dem Schreibtisch betreiben, und er ist sicherer zu bedienen als Fräse oder Drehbank. Hast du keinen eigenen Drucker, helfen dir Dienstleister im Internet, FabLabs, Maker Spaces oder Bibliotheken weiter.

Friedrich ist günstig zu bauen und vielseitig: Er kann Linien folgen, Sensoren mobil machen oder als steuerbarer Video-Bot Aufnahmen an Orten machen, an die Menschen nicht hinkommen. Gesteuert wird er mit Arduino-Code.

Ein Roboterfahrzeug aus dem System Friedrich

Drei Größen: Nanofriedrich, Microfriedrich und Friedrich

Friedrich gibt es in verschiedenen Größen. Der Nanofriedrich ist wirklich klein, die Batterie auf dem Foto ist ein 9-V-Block. Der Microfriedrich ist der „Urenkel“ des Prototyps. Der große Friedrich ist ein ganz schöner Brummer: Seine Räder haben einen Durchmesser von 150 mm.

In dieser Anleitung montierst du den Nanofriedrich.

Der Nanofriedrich mit 9-V-Block
Nanofriedrich – zum Größenvergleich: Die Batterie ist ein 9-V-Block
Der Microfriedrich
Microfriedrich, der „Urenkel“ des Prototyps
Der große Friedrich mit Rädern von 150 mm Durchmesser
Friedrich mit Rädern von 150 mm Durchmesser
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Das Werkzeug

Ganz ohne Werkzeug geht es nicht. Diese Werkzeuge brauchst du mindestens:

  • Inbusschlüssel 2,5 mm, am besten in der langen Ausführung mit Kugelkopf
  • kleiner Schlitz- oder Kreuzschlitz-Schraubendreher für die Kabelklemmen am Motortreiber
  • Seitenschneider für die Kabelbinder und das Filament, zur Not reicht auch eine Schere
  • Lötkolben, denn die Anschlusskabel der Motoren müssen angelötet werden
Das Werkzeug für die Montage des Nanofriedrich
Ein Inbusschlüssel 2,5 mm in der langen Ausführung mit Kugelkopf
Ein kleiner Schraubendreher für die Kabelklemmen am Motortreiber
Ein Seitenschneider für Kabelbinder und Filament
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Die gedruckten Teile prüfen

Für den Nanofriedrich brauchst du neben den gedruckten Teilen einen Arduino, ein Motorshield, zwei Motoren, zwei Sensoren mit den Anschlüssen VCC, GND und DO, vier Schrauben, ein Gummiband, sechs Jumperkabel (Buchse auf Stecker), ein Anschlusskabel für die Batterie, einen 9-V-Block, Kabelbinder und ein Stück Filament.

Schau dir zuerst die gedruckten Teile an. Normalerweise musst du nichts nacharbeiten, denn die Teile sind sehr unkritisch zu drucken. Entdeckst du trotzdem Grate oder Ähnliches, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie zu entfernen.

Die Teileliste ist aus den Montageschritten zusammengestellt. Welcher Arduino, welches Motorshield und welche Sensoren genau gemeint sind, nennt die Anleitung nicht.

Die 3D-gedruckten Teile des Nanofriedrich

Den Arduino festschrauben

Für diesen Schritt brauchst du zwei der Schrauben, den Arduino und das Chassis. Stecke die Schrauben durch die Löcher im Arduino-Board und drehe sie direkt in das Chassis.

Keine Sorge: Solange du keine Gewalt anwendest, halten die Schrauben sehr gut im Kunststoff. Hast du eine Schraube doch einmal überdreht, ersetzt du sie durch eine längere Schraube M3x8 mit Mutter.

Den Arduino mit dem Chassis verschrauben, Ansicht 1
Den Arduino mit dem Chassis verschrauben, Ansicht 2
Den Arduino mit dem Chassis verschrauben, Ansicht 3
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Die Motoren montieren

Löte zuerst die Kabel an die Anschlüsse der Motoren. Schiebe die Motoren dann seitlich in die Halterungen am Chassis.

Mit je einem Kabelbinder sorgst du dafür, dass der Motor dort bleibt, wo er hingehört. Wenn der Kabelbinder schön stramm sitzt, wackelt und rutscht nichts mehr. Zum Schluss schneidest du die überstehenden Enden der Kabelbinder ab.

Die Spitze des Lötkolbens wird mehrere hundert Grad heiß. Arbeite auf einer hitzefesten Unterlage und lass dir beim ersten Löten von einem Erwachsenen helfen.

Montage der Motoren am Chassis, Ansicht 1
Montage der Motoren am Chassis, Ansicht 2
Montage der Motoren am Chassis, Ansicht 3
Montage der Motoren am Chassis, Ansicht 4
Die Motoren sind mit Kabelbindern am Chassis befestigt
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Das Motorshield aufstecken

Das Motorshield wird nicht verschraubt, sondern nur auf den Arduino gesteckt. Achte darauf, die Pins – die „Beinchen“ für die Verbindung mit dem Arduino – nicht zu verbiegen oder gar abzubrechen.

Das Shield passt nur in einer Richtung auf den Arduino. Schau dir dazu die Bilder genau an!

Wenn die Pins gerade und exakt ausgerichtet sind, lässt sich das Shield ohne Probleme aufstecken. Klappt das nicht, kontrolliere, ob einer oder mehrere Pins verbogen sind, und richte sie vorsichtig.

Das Motorshield auf den Arduino stecken, Ansicht 1
Das Motorshield auf den Arduino stecken, Ansicht 2
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Die Sensoren montieren

Jetzt wird es wieder einfacher. Du brauchst die beiden Sensoren, die restlichen zwei Schrauben und das Gummiband.

Bevor du die Sensoren am Chassis festschraubst, bringst du das Gummiband an – sonst wird das hinterher eine ziemliche Fummelei. Das Gummiband hält später die Batterie in der rechteckigen Vertiefung auf dem Chassis.

Die Sensoren schraubst du genauso fest wie den Arduino.

Montage der Sensoren und des Gummibands, Ansicht 1
Montage der Sensoren und des Gummibands, Ansicht 2
Montage der Sensoren und des Gummibands, Ansicht 3
Montage der Sensoren und des Gummibands, Ansicht 4
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Die Sensoren verkabeln

Jetzt kommen die Jumperkabel zum Einsatz. Welche Farben die Kabel haben, ist egal. Du brauchst je drei Kabel für den linken und den rechten Sensor.

Die Seite mit der Buchse steckst du auf die Sensoren, die Seite mit dem Stecker verbindest du später mit dem Arduino beziehungsweise dem Motorshield. Im Moment steckst du also nur je ein Kabel auf die Pins VCC, GND und DO beider Sensoren. Das sollte dann so aussehen wie auf dem Foto.

An den Pins VCC, GND und DO beider Sensoren steckt je ein Jumperkabel

Das Batteriekabel anschließen

Eigentlich sind das nur zwei Kabel – aber sie wollen richtig angeschlossen werden.

Achtung: Hier kommt es auf die richtige Polung an! Das rote Kabel gehört an die Klemme mit dem Plus-Zeichen (+), das schwarze Kabel an die Klemme mit dem Minus-Zeichen (−). Schau dir die Bilder genau an.

Anschluss des Batteriekabels, Ansicht 1
Anschluss des Batteriekabels, Ansicht 2
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Die Räder aufstecken

Die Räder steckst du einfach auf die Achsen der Motoren. Sind die Räder sauber und maßhaltig gedruckt, lassen sie sich mit leichtem Druck aufschieben und halten ohne weitere Maßnahmen.

Tipp: Drücke nicht zu fest auf die Speichen oder die Lauffläche, sonst kann das Rad brechen. Braucht die Montage etwas mehr Kraft, drückst du besser in der Mitte des Rades auf die Nabe.

Die Räder auf die Motorachsen stecken, Ansicht 1
Die Räder auf die Motorachsen stecken, Ansicht 2
Die Räder auf die Motorachsen stecken, Ansicht 3
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Den Hecksporn einsetzen

Nimm das Stück Filament und stecke es wie abgebildet in die Öffnung hinten am Chassis. Dieser „Hecksporn“ stützt den Nanofriedrich hinten ab.

Das Stück Filament steckt als Hecksporn in der Öffnung am Chassis

Fertig – fast

Jetzt sollte dein Nanofriedrich ungefähr so aussehen wie auf dem Foto.

Es fehlt nur noch die Verkabelung von Motoren, Sensoren und Batterie mit dem Motorshield. Weitere Informationen zu Friedrich findest du bei Experimentalrover.de.

Die Verkabelung mit dem Motorshield und das Arduino-Programm sind nicht Teil dieser Anleitung. Ohne sie fährt der Nanofriedrich noch nicht.

Der fertig montierte Nanofriedrich
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