ANET ET5 Pro - Setup and Calibration

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Aufbau, Leveling und Fehlersuche Schritt für Schritt

Der ANET ET5 Pro wird weitgehend vormontiert geliefert. Du setzt den Portalrahmen auf die Grundplatte, verkabelst die Motoren und Endschalter, richtest das Druckbett aus und startest den ersten Druck.

Plane für den Aufbau etwa eine Stunde ein. Das benötigte Werkzeug liegt dem Drucker bei. Wichtig ist vor allem das Leveln des Druckbetts – die meisten Probleme beim ersten Druck kommen von einem falsch eingestellten Abstand zwischen Düse und Bett.

3D-Drucker ANET ET5 Pro
ANET ET5 Pro

Transportsicherungen entfernen und Rahmen aufsetzen

Der ANET ET5 Pro ist vorkonfektioniert. Es sind nur wenige Handgriffe nötig, um das Gerät zusammenzubauen.

  • Alle Kleber und Pappstreifen der Transportsicherung entfernen
  • Die Kunststoffstreifen (Transportsicherung) aus den Schienen ziehen
  • Die Plastikfolie der Druckbettglasscheibe entfernen
  • Den oberen Rahmen auf die Druckerbasis stellen und befestigen – der aufgesetzte Rahmen muss dabei auf die innerhalb der Basis liegende Rahmenstruktur aufgesetzt werden
  • Den Rahmen von unten auf beiden Seiten mit jeweils zwei Schrauben fixieren

Tipp: Lassen sich die Schrauben nicht leicht eindrehen, sitzt der obere Rahmen nicht an der korrekten Stelle. Verschiebe die Z-Achse per Hand durch Drehen an den Gewindespindeln nach oben – dadurch wird der untere Teil des Rahmens flexibler und lässt sich besser arretieren.

Oberer Rahmen auf die Druckerbasis aufsetzen und verschrauben
Rahmen aufsetzen und fixieren

Druckkopf montieren und Zahnriemen spannen

Schiebe den Druckkopf von der Seite auf die X-Achse und lege den Zahnriemen über die Umlenkrollen. Dabei müssen die Zähne des Zahnriemens in das Zahnrad des Motors greifen.

Die Enden des Zahnriemens werden in den gabelförmigen Zinken am Druckkopf eingehakt. Im Anschluss spannst du den Zahnriemen, indem du den Motor (links) löst, nach links verschiebst und wieder befestigst.

Druckkopf auf die X-Achse schieben und Zahnriemen spannen
Druckkopf und Zahnriemen

Leitungen anschließen und Kabelbaum sichern

Alle Leitungen aus der Basis des Druckers werden auf der Rückseite des Druckkopfes befestigt. Der Port „S-Z“ wird nur bei den Versionen verwendet, die einen externen Sensor für das Leveling nutzen – beim ANET ET5 Pro bleibt er frei.

Wenn alle Kabel angeschlossen sind, muss der Kabelbaum, der zum Druckkopf führt, mit zwei Kabelbindern am Rahmen befestigt werden, damit in den Steckverbindungen an der Adapterplatte keine Bewegungen auftreten. Bewegungen an Steckverbindungen können zu Schäden an Steckern und Fassungen führen. Wiederverwendbare Kabelbinder liegen bei.

Leitungen auf der Rückseite des Druckkopfes anschließen
Anschlüsse am Druckkopf
Kabelbaum mit Kabelbindern am Rahmen befestigt
Kabelbaum sichern
Zweite Befestigungsstelle des Kabelbaums am Rahmen
Zweiter Kabelbinder
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Filamentrollenhalterung montieren

Zum Schluss wird die Filamentrollenhalterung zusammengebaut und montiert.

Zusammengebaute Filamentrollenhalterung
Filamentrollenhalterung

Abschließende Kontrolle

Prüfe zum Ende des Aufbaus noch einmal genau, ob alle Montageschritte beachtet wurden. Per Hand kannst du die beweglichen Teile auf Leichtgängigkeit prüfen.

Prüfe, ob noch Kabel und Stecker unverbunden sind, und lege die Kabel so, dass sie den Druck nicht behindern. Insbesondere das dicke Kabel des Druckbettes muss so liegen, dass es nicht am Ende der Y-Achse – am Endschalter des Druckbettes – knickt oder im Weg liegt.

Was „Autoleveling“ wirklich macht

Die Bezeichnung „Autoleveling“ ist etwas irreführend. Man könnte erwarten, dass der 3D-Drucker sich selbst einstellt. Das ist nicht der Fall: Die Grundeinstellung des Druckbettes musst du per Hand vornehmen.

Die Autoleveling-Funktion gibt nach dieser Einstellung vollautomatisch einen detaillierten Überblick darüber, ob das Druckbett richtig – also genau gerade – eingestellt ist. Sie muss deshalb nicht vor jedem Druck durchgeführt werden, sondern nur dann, wenn du eine nicht perfekte Einstellung vermutest.

Dabei fährt der Druckkopf samt Abstandssensor insgesamt 25 Positionen auf dem Druckbett an und misst den Abstand zwischen Sensor und Druckbett.

Das funktioniert nur mit einem ganz sauberen Druckbett. Reste von Filament verfälschen die Messwerte. Bei gebrauchten Druckern bietet es sich an, vor der Grundeinstellung die Glasplatte zu entfernen.

Abstand zwischen Abstandssensor und Druckbett, mit 1 markiert
Gemessen wird die Strecke 1

Ausgangsposition der Druckdüse einstellen

Zunächst brauchst du einen geeigneten Ausgangspunkt der Druckdüse knapp oberhalb des Druckbettes. Ohne diese Ausgangsposition besteht die Gefahr, dass sich die Düse in das Druckbett bohrt und die Beschichtung beschädigt.

Die Brücke ausrichten: Die X-Achse ist links und rechts mit je einer Spindel verbunden, die jeweils von einem eigenen Schrittmotor angetrieben wird. Stelle das beiliegende Lineal nacheinander links und rechts auf die Basis und prüfe die Höhe. Wichtig ist, dass sie auf beiden Seiten exakt gleich ist.

Die Düse positionieren: Schalte den Drucker ein, klicke im Menü auf „PREPARE“ und danach auf „LEVEL“. Über die Buttons „+“ und „−“ bewegst du die Spitze der Druckdüse in einen Bereich knapp oberhalb des Druckbettes (ca. 5 mm).

Den Sensor einstellen: Drehe mit einem kleinen Schlitzschraubendreher im Uhrzeigersinn an der Einstellschraube des Abstandssensors, bis die rote Kontrollleuchte am Sensor leuchtet. Leuchtet sie schon vorher, drehst du gegen den Uhrzeigersinn.

Sollte der Abstandssensor bei der Auslieferung so stark verstellt sein, dass die Düse schon während der ersten Bewegung mit dem Druckbett kollidiert: Schalte den Drucker aus und wieder ein, drücke im Leveling-Menü auf „Manual“ und schalte den Drucker mit dem Netzschalter ab, sobald die Düse wenige Millimeter vor dem Druckbett steht. Dann kannst du die Einstellung in Ruhe vornehmen.

Höhe der X-Achse links mit dem Lineal prüfen
Einstellung auf der linken Seite
Höhe der X-Achse rechts mit dem Lineal prüfen
Einstellung auf der rechten Seite
Leveling-Menü des ANET ET5 Pro mit den Tasten Plus und Minus
Menü PREPARE → LEVEL
Druckdüse knapp oberhalb des Druckbettes
So sieht die Ausgangsposition aus
Einstellschraube des Abstandssensors mit Schlitzschraubendreher
Die Einstellschraube des Sensors
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Grundeinstellung des Druckbettes

Bei der Grundeinstellung geht es ausschließlich darum, das Druckbett möglichst gerade auszurichten. Anders als bei Druckern mit mechanischen Mikroschaltern spielt der Abstand der Düse zum Druckbett hier noch keine Rolle.

Drücke auf „Manual“, um den manuellen Modus zu aktivieren. Der Druckkopf fährt die Ausgangsposition an. Danach fährst du der Reihe nach die vier Punkte auf dem Druckbett an: Drücke im Quadrat unter dem Schriftzug „Auto“ zunächst auf die 1.

Über die Tasten „+“ und „−“ fährst du die Düse so dicht auf die Druckplatte, dass ein herkömmliches Blatt Papier gerade noch dazwischen hin- und herbewegt werden kann. Den Vorgang führst du für alle vier Punkte zweimal durch. Am Ende speicherst du die Position der Z-Achse mit dem Button „OK“.

Ist der erste Punkt einmal eingestellt, darf die Düse nicht mehr über die Tasten „+“ und „−“ bewegt werden. Von nun an wird das Druckbett an die Düse angepasst, und beim Wechsel zwischen den Positionen 1 bis 4 ist der Abstandssensor nicht aktiv.

Schaltfläche Manual im Leveling-Menü
Manueller Modus
Die vier Punkte des Druckbettes im Menü
Die vier Punkte nacheinander anfahren
Blatt Papier zwischen Druckdüse und Druckbett
Der Abstand eines Blatts Papier
Schaltfläche OK zum Speichern der Z-Position
Mit OK speichern
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Abstand zwischen Düse und Druckbett einstellen

Jetzt könnte schon der erste 3D-Druck erfolgen. Im letzten Schritt kannst du den Abstand zwischen Druckdüse und Druckbett noch verändern. Insbesondere wenn die erste Schicht nicht gut an der Druckplatte haftet, justierst du die Düse schrittweise nach unten. Um die Position zu speichern, verwendest du im manuellen Modus erneut den Button „OK“.

Das Druckbett ist damit eingestellt, also „gelevelt“. Der Vorgang muss nicht wiederholt werden, solange der Drucker nicht stark bewegt wird. Nach einem Transport ist eine erneute Druckbetteinstellung empfehlenswert.

Einstellung des Druckbettes prüfen

Mit der Autoleveling-Funktion prüfst du, ob die Abstände zwischen Druckbett und Düse tatsächlich überall gleich sind. Du startest sie, indem du zweimal auf den Button „Auto“ klickst.

Am Ende des Tests siehst du die Entfernungen zwischen Druckdüse und Druckbett. Dieser Wert sollte überall nahezu gleich sein. Weichen die Werte stark voneinander ab, musst du die Grundeinstellung des Druckbetts erneut durchführen.

Ergebnis des Autolevelings mit den gemessenen Abständen
Ergebnis des Autolevelings
Autoleveling-Werte eines schlecht eingestellten Druckbetts
Ein weniger gut eingestelltes Druckbett
Autoleveling-Werte nach erneuter Druckbetteinstellung
Nach der erneuten Einstellung
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Häufige Fragen zur Fehlersuche

Der Bildschirm zeigt die Innentemperatur an, aber Düse und Heizbett heizen nicht.

Prüfe Stecker und Kabel des Heizbettes. Miss den Heizbettwiderstand (ca. 3 Ω) und den Heizpatronenwiderstand der Düse (ca. 15 Ω). Sind die Widerstände korrekt, liegt vermutlich ein Problem mit dem Mainboard vor.

Die Achsen bewegen sich normal, aber die Temperatur beträgt 0 °C.

Wenn die Umgebungstemperatur nicht 0 °C beträgt und die Stecker korrekt sitzen, ist vermutlich der Thermistor ausgefallen. Das gilt auch, wenn geheizt wird, die Anzeige aber auf 0 ° bleibt und die Heizung nach einigen Minuten automatisch stoppt – dann greift der Schutzmechanismus.

Die Druckerbasis wird nach etwa einer halben Stunde deutlich warm.

Wahrscheinlich ist der Lüfter auf der rechten Seite des Gehäuses ausgefallen. Ersetze den Lüfter.

Die Achsen bewegen sich bei manueller Steuerung nicht richtig.

Unterbrich die Stromversorgung und prüfe, ob der Motorstecker richtig angeschlossen ist und ob der Riemen in Ordnung und leicht gespannt ist. Stecke den Motorstecker nie bei eingeschaltetem Drucker ein.

Die Z-Achse bewegt sich nur nach oben.

Der Druckkopf befindet sich auf dem niedrigsten Punkt der Z-Achse.

Der Extruder fördert kein Filament.

Prüfe die Motorleitung des Extruders, kontrolliere die Vorheiztemperatur (ca. 200 °C, je nach Filament) und prüfe, ob die Düse verstopft ist.

Material tritt an Düse und Heizung aus.

Entferne den Lüfter der Düse, heize die Düse auf 150 ° vor, reinige das Filament und ziehe die Düse mit dem Werkzeug gegen den Uhrzeigersinn fest.

Der Lüfter macht Geräusche.

Verschwinden sie einige Minuten nach dem Start, hilft etwas Schmieröl. Bleiben sie dauerhaft, prüfe, ob sich etwas im Lüfter befindet, oder ersetze ihn.

Eine Achse bewegt sich nur in eine Richtung, oder der Motor läuft bei „Auto Home“ weiter.

Prüfe, ob der Endschalter feststeckt, und kontrolliere Stecker und Verkabelung des Endschalters.

Die Z-Achse läuft beim Auto Leveling nach unten, ohne das Heizbett zu berühren – oder sie hält nicht an.

Im ersten Fall ist der Nivellierschalter ausgefallen. Im zweiten Fall prüfe, ob sein Stecker richtig sitzt, und tausche ihn gegebenenfalls aus.

Ein Teil des Modells liegt beim Drucken außerhalb der Plattform.

Prüfe, ob die Maschinenparameter in der Slicing-Software richtig eingestellt sind.

Die Z-Achse bewegt sich nicht reibungslos.

Bestreiche die Gewindespindel mit einer angemessenen Menge Schmieröl und stelle die Kupfermutter der Z-Achse ein.

Besteht Stromschlaggefahr am freiliegenden Stecker des Nivellierschalters?

Nein. Die maximale Betriebsspannung für alle Teile der Maschine beträgt 24 V, am zweipoligen Stecker sind es nur 5 V.

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