Proyecto 3D: joyería con Tinkercad

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Einen Fingerring in Tinkercad konstruieren und ausdrucken

Ein Fingerring ist eine gute erste Aufgabe für den 3D-Druck: Er ist in wenigen Minuten konstruiert, in wenigen Minuten gedruckt, und jeder kann ihn nach eigenen Vorstellungen gestalten.

In dieser Anleitung baust du den Ring in Tinkercad Schritt für Schritt aus dem Objekt „Rohr“ auf, setzt ein Herz darauf, richtest beide Teile aus und exportierst das Ergebnis als STL-Datei.

Mehrere mit dem 3D-Drucker hergestellte Fingerringe

Warum Fingerringe ein guter Einstieg sind

Schmuck aus dem 3D-Drucker ist ein beliebtes Thema, um Schülerinnen und Schüler für Technik zu begeistern. Fingerringe eignen sich als Einstiegsaufgabe besonders gut:

  • Der Ausblick auf das Ergebnis sorgt für hohe Motivation.
  • Es lässt sich kreativ arbeiten und jede eigene Vorstellung verwirklichen.
  • Der Ausdruck eines Rings dauert nur wenige Minuten.
  • Schnelle Ergebnisse führen dazu, dass man sich zügig mit weiteren Möglichkeiten des 3D-Drucks befasst.
  • Wegen der kurzen Druckzeit reichen wenige 3D-Drucker für eine ganze Gruppe.
Mehrere mit dem 3D-Drucker hergestellte Fingerringe

Die Grundform: das Objekt „Rohr“

Als Grundform ziehst du das Objekt „Rohr“ aus dem rechten Auswahlmenü auf die Arbeitsfläche.

Weiter unten im Menü findest du zwar auch ein Objekt namens „Ring“. Das eignet sich wegen seiner zusätzlichen Funktionen für diese Aufgabe weniger gut.

Das Auswahlmenü von Tinkercad mit den Objekten Rohr und Ring

Die Einstellungen des Rohrs

Das Rohr formst du über die Einstellungen im rechten Menü Schritt für Schritt zu einem Fingerring:

  • Radius – der Außenradius des Rings. Der doppelte Wert ist der Außendurchmesser. Im Beispiel: 8 mm Radius, also 16 mm Außendurchmesser.
  • Wandstärke – die Dicke des Rings. Er wächst nach innen, der Außenradius bleibt gleich. Im Beispiel 1.5 mm. Achtung: Hier musst du einen Punkt statt eines Kommas eingeben.
  • Seiten – aus wie vielen Elementen die Kreisform besteht. Je mehr Seiten, desto runder wirkt der Ring; bei vier Seiten wäre es ein Quadrat.
  • Bevel – englisch für Fase oder Abschrägung. Je höher der Wert, desto runder sind die äußeren Kanten. Vorsicht: Je stärker die Abrundung, desto kleiner die Auflagefläche auf dem Druckbett. Wähle zunächst einen kleinen Wert zwischen 0 und 0.2.
  • Bevel Segments – aus wie vielen Elementen die Abschrägung besteht. Bei 1 ergibt sich eine einzelne Kante, bei 10 eine saubere Rundung.

Den Innendurchmesser rechnest du aus: Außendurchmesser minus zweimal die Wandstärke. Im Beispiel 16 mm − 1.5 mm − 1.5 mm = 13 mm.

Das Rechenbeispiel im Artikel ist fehlerhaft: Aus einem Radius von 8 mm wird dort ein Außendurchmesser von 18 mm abgeleitet (richtig sind 16 mm), und daraus ein Innendurchmesser von 15 mm (richtig sind 13 mm). Hier stehen die korrigierten Werte. Wer einen bestimmten Innendurchmesser braucht, rechnet umgekehrt: Radius = (gewünschter Innendurchmesser + 2 × Wandstärke) ÷ 2.

Die Einstellungen des Objekts Rohr: Radius, Wandstärke, Seiten, Bevel und Bevel Segments

Die Breite des Rings festlegen

Mit einem Mausklick auf das mittlere weiße Quadrat änderst du die Höhe des Objekts – beim Fingerring ist das später die Breite des Rings. Im Beispiel sind es 4 mm. Alternativ tippst du den Wert direkt in das kleine Zahlenfeld.

Zur Kontrolle von Breite und Innendurchmesser kannst du die Kästchen auf der Arbeitsfläche abzählen: Ein Kästchen entspricht einem Millimeter.

Über das mittlere weiße Quadrat wird die Höhe und damit die Breite des Rings eingestellt
Breite und Innendurchmesser lassen sich an den Kästchen der Arbeitsfläche abzählen
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Ein Herz auf den Ring setzen

Als weiteres Element kommt ein Herz auf den Ring. Du findest es im rechten Auswahlmenü unter den einfachen Formen.

Das Herz ist zunächst zu groß. Klicke nacheinander die weißen quadratischen Eckpunkte an und verschiebe sie. Über das weiße Quadrat in der Mitte passt du auch die Höhe an, sodass Ring und Herz gleich hoch sind – im Beispiel 4 mm.

Das Herz in der Auswahl der einfachen Formen
Das Herz ist auf die Größe des Rings angepasst
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Herz und Ring ausrichten

Liegen Herz und Ring nicht genau voreinander, richtet Tinkercad sie automatisch aus. Ziehe dazu mit der Maus ein Auswahlfenster um beide Objekte. Ein hellblauer Kasten zeigt an, dass beide ausgewählt sind.

Klicke oben rechts auf „Ausrichten“. Auf der Arbeitsfläche erscheinen schwarze Punkte für linksbündig, rechtsbündig und mittig. Ein Klick auf den mittleren Punkt zentriert die Objekte zueinander; sobald er grau ist, sind sie ausgerichtet.

Nützlich: Im aktivierten Ausrichten-Modus kannst du zuerst eines der Objekte anklicken. Dieses bleibt dann an seiner Stelle, und die anderen richten sich daran aus.

Herz und Ring werden mit einem Auswahlfenster gemeinsam markiert
Der hellblaue Kasten zeigt, dass beide Objekte ausgewählt sind
Die schwarzen Punkte der Ausrichten-Funktion auf der Arbeitsfläche
Herz und Ring sind mittig zueinander ausgerichtet
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Gruppieren und als STL exportieren

Zum Schluss führst du Ring und Herz mit der Funktion „Gruppieren“ zu einem Objekt zusammen. Über „Gruppierung aufheben“ trennst du sie später wieder – praktisch, wenn du das Herz gegen ein anderes Motiv tauschen willst.

Fertig ist der Fingerring. Das Objekt lädst du als STL-Datei herunter und druckst es aus. Wie das geht, steht in der Anleitung zum 3D-Druck.

Beide Objekte werden über die Funktion Gruppieren zusammengeführt
Der fertige Fingerring mit Herz in Tinkercad
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